Aktuelles

Pflanzaktion

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Dank eurer Spenden sowie der freundlichen Unterstützung von Engagement Global war es möglich, die ersten Bäume auf dem Gelände zu pflanzen. Gepflanzt wurden Apfel, Aprikose, Pfirsich, Banane, Macadamia, Feige und Nektrarine.

Der erste Apfel wächst und die ersten Feigen wurden schon probiert :-) 

Planting Campaign

Thanks to your donations and with some support from Engagement Global we were able to plant the first trees on the venue. We planted apples, apricots, peaches, bananas, macadamia, figs and nectarines.

The first apple is growing and we could already taste the first figs :)

Die Wasserausstellung ist da!

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Wir freuen uns sehr, dass seit Kurzem eine Ausstellung zum Thema Wasser in unserem Lerngarten zu besichtigen ist. Die Ausstellung ist für Kinder und Jugendliche konzipiert und vermittelt einen Eindruck über den Umgang mit Wasser in verschiedenen Teilen der Welt, wie etwa Indien, Paraguay, Senegal oder Deutschland. Die Ausstellung ist interaktiv aufgebaut, sodass die Besucher nicht nur Input bekommen, sondern auch aktiv etwas tun müssen, um ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Wasser in anderen Ländern zu bekommen. 

Gefördert durch die IKEA Stiftung 

 

The Water Exhibition is here!

We are delighted to announce that as of late an exhibition on the topic of water can be seen at our learning garden. The exhibition is designed for children and teenagers and conveys an impression on the handling of water in different parts of the world, such as India, Paraguay, Senegal or Germany. The exhibition is interactively structured, so that visitors do not only get verbal input but also have to participate in order to gain a better understanding of the importance of water in different countries. 

Supported by IKEA Stiftung

 

Pocket Garden

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Am Dienstag (11.01.22) hatten wir einen digitalen Workshop zum Thema Pocket Garden. Geleitet wurde der Kurs vom Margret Phiri aus Südafrika.

Ein Pocketgarden, zu Deutsch Taschengarten, ist ein Glas (hier kann man auch ein altes, bereits gebrauchtes Glas nehmen; einfach sauber machen und ihm eine neue Aufgabe geben!), in dem man aus Samen Sprossen wachsen lässt. Diese schmecken nicht nur lecker sondern sind auch voller Vitamine und wertvoller Nährstoffe.

Pocket Gardening eignet sich wunderbar, um Kindern einen einfachen und spielerischen Einstieg in das Thema gesunde Ernährung und Lebensmittelanbau zu geben.

Der Kurs wurde gefördert von Engagement Global im Auftrag der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

Pocket Gardening

On Tuesday (11.01.22) we had a digital workshop on Pocket Gardening. The course was held by Margret Phiri from South Africa.

A Pocket Garden is a jar (you can use and old jar; just clean it and it can be recycled!) in which you let sprouts grow out of seeds. Not only do they taste great but they also are full of vitamins and valuable nutrients.

Pocket garden is suitable to get children to learn about healthy food and agriculture in an easy and playful way.

The course has been promoted by Engagement Global on behalf of the State Chancellery North Rhine Westphalia, Germany.

Update Wurmkompost

Vor kurzem hatten wir ein Training bei greenplanet gardening. Hier wird Wurmkompost hergestellt. Kompostwürmer ernähren sich von organischen Abfällen und stellen daraus Wurmkompost her, einen wertvollen Biodünger. In einem Wurmkomposter, der sogenannten Wurmkiste, kann man die Tiere ganz einfach für sich arbeiten lassen. Wir haben nun den passenden Kompost für unsere Permakultur Beete und versorgen unseren Boden mit ein paar natürlichen Vitaminen für gesundes Obst und Gemüse

Laptops für die Martin-Luther-Highschool

FaireKITA und die Sustainable House Foundation überreichten vier Laptops von Labdoo mit Lernprogrammen für die Klassen 8-12 an die Martin-Luther-Highschool in Okombahe, Namibia.

Labdoo ist ein weltweites Netzwerk ehrenamtlicher Helfer*innen, das Kindern digitale Teilhabe im In- und Ausland ermöglicht. Die gemeinnützige Plattform steht allen Menschen weltweit offen, um nicht mehr genutzte Laptops oder Tablets mit leistungsfähiger Bildungssoftware auszustatten. Flugpaten bringen IT-Spenden CO2-neutral vor Ort und holen sie zur Reparatur oder Recycling zurück.

Wir haben die Möglichkeit, noch weitere Geräte für die Schule von Labdoo zu erhalten, dafür suchen wir Flugpaten. Soltte jemand von euch in nächster Zeit nach Namibia fliegen, meldet euch doch gerne bei uns und helft dabei der Schule Zugang zu digitalem Lernen zu ermöglichen!

 

Einrichtung eines Testgartens

Um die Workshops und Trainings so authentisch wie möglich und vor allem untermalt mit eigenen Erfahrungen anbieten zu können, haben wir 2020 einen Testgarten in der Nähe von Omatjete eingerichtet. Wir haben hier traditionelles Wissen und neues Wissen gemischt. Wir setzten auf das Prinzip der Permakultur.

Grundtechniken zu säen

Es gibt verschiede Arten zu säen, wir haben uns dazu entschieden, die Sämlinge zu pikieren. Dies bedeutet, die Anzucht erfolgt in Eierkartons, dann in kleinen Töpfen und erst danach wird die Pflanze in den Boden gesetzt.

Wir haben festgestellt, wenn wir direkt im Freien säen, brauchen wir zu viel Wasser und meist werden die Samen aus den Löchern gespült. Stecklinge ziehen in Töpfen wäre auch eine Option für uns, das braucht aber Kompost und den haben wir noch nicht ausreichend verfügbar.

Pocket Garden

Pocket Garden ist Teil des NEEP (Natural-based and Embodied Education Program). Ein Pocket Garden ist ein kleiner Garten in einem Glas. Die hier herangezogenen Sprossen ermöglichen Kindern, den Wachstums- und Pflegeprozess von Nahrungspflanzen niederschwellig nachzuvollziehen. Sie lernen neben der Produktion auch das gesunde Produkt kennen und werden zu kleinen selbstbestimmten Gärtner:innen.

sevengardens- Färberpflanzen

sevengardens ist eine global agierende Netzwerkinitiative des gemeinnützigen Vereins atavus e. V. Basis der Arbeit von sevengardens sind Färbergärten. Die Gewinnung von Naturfarben aus Färberpflanzen ist Ausgangspunkt für ein niedrigschwelliges Partizipationsmodell. Auf der Grundlage der wiederbelebten Techniken wird darüber hinaus nachhaltig Erziehung und Bildung, Naturschutz, Entwicklungshilfe und internationale Gesinnung gefördert. Durch die Pflege und Wertschätzung regionaler Kulturen, durch die Beschäftigung mit diesen Handwerkstechniken und deren Zugänglichmachung über nationale Grenzen hinweg soll ein Austausch der Kenntnisse und die Weiterbildung jedes Einzelnen ermöglicht werden. Dieser Aspekt spielt in dem Projekt eine besondere Rolle, da die jeweilige Zielgruppe in ihrer eigenen Gesellschaft vorhandenes Wissen mit einbringen kann und soll und dadurch Anerkennung erfährt.

Erster Schritt bei der Arbeit von sevengardens ist die Ausbildung von Dialoger_innen, die vor Ort Menschen sensibilisieren und weiter Akteure  ausbilden. Dies beginnt in den Kindertagesstätten und Familien und begleitet Menschen durch alle Lebenslagen. Über die Schule und Universität bis hin zu den Planer_innen und den Handwerker_innen, die ermutigt werden Nischen zu besetzen und die helfen den Umbau der Gesellschaft auch technisch zu realisieren. Außerdem werden durch eine gemeinsamen partizipativen Dialog Orte definiert an denen die Ideen zur konkreten Umsetzung gebracht werden. Werkstätten und Gärten entstehen, in denen geübt und geprobt werden kann. Jeder bringt sich mit seinen Kompetenzen ein, lernt dazu und schult weitere in gemeinsamen Aktionen und Netzwerken. Diese echten, realen Orte sind wichtig für ein Begreifen des Prozesses.

Die Herstellung und anschließende Nutzung von natürlichen Farben eignet sich ideal dazu, auf einfache Art und Weise den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu vermitteln und die Biodiversität zu erhalten. 

Ernteerfolge

Wer sagt, in der namibischen Halbwüste kann nichts wachsen? Wir beweisen das Gegenteil! Wie ihr sehen könnt, blüht und gedeiht alles wunderbar und wir konnten u.a. Paprikas, Chillis und auch ein bisschen Obst ernten.

Harvest yield

Who says nothing can grow in the Namibian semi-desert? We proof you wrong! As you can see everything grows and prospers really nicely and we could already harvest peppers, chillis and some fruits amongst others.

Die Suche nach Wasser

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Dank eurer Spenden konnten wir uns dem Problem Wasserversorgung stellen. Wir haben bis auf eine Tiefe von 90m gebohrt. Zunächst haben wir kein Wasser gefunden. Nach erneuter Suche mit einer anderen Technik konnte später doch ein Wasservorkommen in unserem Bohrloch gefunden werden. Wir testen jetzt, wie wir das Wasser nachhaltig hervorbringen können, ohne die Vorräte der Erde zu schnell aufzubrauchen und sicherzustellen, dass sich das Wasser immer wieder auffüllen kann, bevor wir wieder pumpen.

Vielen Dank an alle Spender, die diese Bohrung möglich gemacht haben!

The Search for Water

Thanks to your donations we were able to face the problem of water supply at the farm. We drilled until a depth of 90m. First, we didn't find any water. After another go with a different technique we could finally find water in our borehole. Right now we're testing how we can generate the water in a sustainable way without depleting the supplies of the ground too fast and making sure that the water can refill before we pump again.

Thanks a lot to all donors who made this drilling possible!

Welche Art von Garten passt zu uns?

Wir waren so fasziniert von der Vielfalt der Möglichkeit einen Garten anzulegen. Selbst im kleinsten Haushalt finden sich Möglichkeiten. Was findet ihr bei uns? Wir haben Platz, aber nur wenige Ressourcen und Mittel, somit haben auch wir klein angefangen und wachsen weiter.

Auf unserer Farm findet ihr einen kleinen Garten mit kleinen Beeten. Einige sind nach dem Prinzip der Permakultur ausgerichtet, andere nicht. Ihr findet in unserem Garten Obst und Gemüse aber auch traditionelle Pflanze der Herero die z.B. als Futter für die Ziegen verwendet werden, als Hausmittel gegen Magenprobleme beim Menschen oder auch als Immunstärkung für Ziegen, Schafe und Hühner. 

Wir haben eine Kräuterschnecke angelegt, auch hier finden sich sowohl traditionelle Heilpflanzen als auch Kräuter für den täglichen Gebrauch. Bei uns findet ihr auch einen vertikalen Garten in Kombination mit dem sogenannten Container Gardening. Wir haben hier alte Flaschen und Getränkecontainer gesammelt und diese in einen vertikalen Garten verwandelt. Hier haben wir unsere Färberpflanzen. 

Am Haus haben wir, für den Fall, dass es mal schnell gehen muss, einen kleinen Paletten Garten mit Kräutern und Zwiebeln für den täglichen Küchenbedarf. Ebenfalls im Schattennetz des Hauses findet sich ein kleiner Upside-down Garten mit Blumen.

Wir probieren uns gerade noch an einem Mandala Garten und sind gespannt auf das Ergebnis. 

FaireKITA- Aufbau von nachhaltigen KiTa Partnerschaften 

Das Projekt FaireKITA ist seit 2013 ein Angebot des Netzwerks Faire Metropole Ruhr.  

Seit 2016 können sich Kitas in der ganzen Bundesrepublik als FaireKITA auszeichnen lassen.

Eine FaireKITA ist eine Kita, in der Bildung für Nachhaltigkeit & Fairer Handel zum Alltag der Kinder gehören.
Die Vielfalt der Welt wird durch das Thema Fairer Handel mit allen Sinnen erfahrbar. Es hilft Kindern in der Kita, die Welt als Eine Welt zu verstehen. Das Projekt orientiert sich am Leitbild einer zukunftsfähigen Entwicklung, wie sie in der Agenda 21 gefordert wird. Der Faire Handel bietet sehr viel Potential als Einstieg in die Themenwelt von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globalem Lernen. Durch die Verwendung von fairen Produkten in den Einrichtungen übernehmen Kitaleitung, Erzieher*innen und Eltern Verantwortung für einen fairen und nachhaltigen Konsum.

Kinder lernen in einer FairenKITA Zusammenhänge kennen, die ihr Weltverstehen und ihr Gerechtigkeitsempfinden schärfen. Ein Blick über den Tellerrand zu den Familien in anderen Teilen der Welt, die z.B. die Baumwolle für unsere T-Shirts anbauen, kann helfen die Welt zu begreifen.

Aufbau von nachhaltigen Kitapartnerschaften am Thema „Mein Garten“

Kitakinder im Ruhrgebiet und in der Erongoregion tauschen sich digital über ihre Erfahrungen mit dem nachhaltigen Gärtnern aus. Der Anlass „Garten“ bietet eine praktische Möglichkeit des Kennenlernens, des gemeinsamen Lernens, des Wissenstransfers und des gemeinsamen Agierens am Projekt „unsere nachhaltige Zukunft“.  Aus dem Austausch soll eine gemeinsame Ausstellung entstehen, die 2023 im Ruhrgebiet und in der Erongoregion reisen soll. Das Ausstellungsprojekt wird über das Projekt „FaireKITA“ finanziert.

Fleißige Bienchen

Unsere Bienen sind fleißig! 

Seit einiger Zeit gibt es auf unserem Gelände Honigbienen. Wie ihr sehen könnt, sind sie ganz emsig und füllen ihre Waben. Wir werden vielleicht schon Ende des Jahres unseren ersten Honig ernten können.

Busy bees

Our bees are highly busy!

For some time we have had honey bees on our venue. As you can see, they are quite diligent and fill their honey combs. If we're lucky we might be able to harvest our first honey at the end of the year.

Kita Partnerschaften zwischen Deutschland und Namibia

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Erste gemeinsame Schritte für den Aufbau von Kita Partnerschaften mit Namibia

Einstieg: 16.03.22 10-12 Uhr

Aufbaukurs: 22.06.22 10-12 Uhr

Anmeldung erfolgt über contact@thesustainablehouse.org

Partnerships between Kindergartens in Germany and Namibia

First steps on the development of partnerships between kindergartens and child day care centers with Namibia

For starters: 16th March 2022 10-12am

Advanced training: 22nd June 2022 10-12am

registration via contact@thesustainablehouse.org 

Welcher Kompost passt zu uns?

Wir haben uns viele Gedanken um den Kompost gemacht. Ganz so einfach wie in Deutschland ist es dann hier für uns doch nicht. Laubkompost und Gründünger kommen für uns nicht in Frage. Wir haben also drei Optionen übrig. Zum einen den Wurmkompost, zum anderen den Kalt - Kompost und den Thermo Kompost. Die kalte Version hat bei uns leider nicht funktioniert, hier werden Silos genutzt und Abfälle mit Grünabfällen gemischt. Leider war unsere Version zu trocken (es hätte also mehr Grünabfälle gebraucht, diese stehen aber nicht zur Verfügung).

Der Wurmkompost war etwas, das wir gerne probieren wollten. Wir haben nur wenig Küchenabfälle. Nach langer Suche war klar, die Würmer gibt es in Namibia nicht, beziehungsweise nur an einer Stelle in Windhoek. Hier wird Wurmkompost betrieben und an Farmer verkauft. Es wäre für uns aber eine gute Quelle für die Würmer. Leider haben Corona und der lange Lockdown dazu geführt, dass man nicht nach Windhoek reisen konnte. Wir haben unseren Versuch somit verschoben. Was für uns gut geklappt hat, ist die Thermo Version. Wir haben unseren Kompost mit schwarzer Folie abgedeckt und mischen diesen regelmäßig gut durch. 

Edit: Mittlerweile sind die Würmer bei uns auf dem Kompost eingezogen und leisten gute Arbeit!

Warum eigentlich dieser Verein?

Der globale Temperaturanstieg wird in Namibia voraussichtlich bei +2,7 Grad C liegen. Dies wird auch Auswirkungen auf die Agrarwirtschaft haben. Die Regenfälle in Namibia werden um 7% geringer ausfallen, die Hitzetage auf 78 zusätzliche Tage steigen. Die Einbußen bei der Getreideernte werden sich auf 10% belaufen, bei der Viehzucht auf 20%. Die Desertifikation wird um 18% steigen und etwa 40% der Biodiversität werden verloren gehen. 

Ernährungssicherung ist im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels für Namibia ein existentielles Thema.  Frische landwirtschaftliche Lebensmittel sind aktuell fast unbezahlbar.

Die meisten Menschen in Namibia leben von der sogenannten Combo, einer fast ausschließlich aus Kohlehydraten bestehenden Mischung von erschwinglichen Lebensmitteln. Dies sind in der Regel: 5kg Zucker, 15kg Maismehl, 3 kg Nudeln, 10 kg Reis sowie 2l Öl pro Monat und kostet ca. 500 Nam$ pro Person.Leben mehrere Menschen in einem Haushalt von der Combo werden die Lebensmittel mit Wasser gestreckt. Im Durchschnitt haben die meisten erwerbstätigen Erwachsenen im Durchschnitt 1.500 Nam$  pro Person im Monat zur Verfügung. 

Umso wichtiger ist es, die Menschen auf ein nachhaltiges Wirtschaften, einen nachhaltigen Anbau gesunder Agrarprodukte sowie den Schutz der Ressourcen vorzubereiten. 

Wir brauchen eure Unterstützung - für den Aufbau eines Lerngartens

Ernährungssicherung ist im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels für Namibia ein existentielles Thema. Wir planen, die lokale Bevölkerung durch das Lehren und das Austauschen über nachhaltige Anbaumethoden zu stärken.  

Der globale Temperaturanstieg wird in Namibia voraussichtlich bei +2,7 Grad C liegen. Dies wird auch Auswirkungen auf die Agrarwirtschaft haben. Die Regenfälle in Namibia werden um 7% abfallen, die Hitzetage auf 78 zusätzliche Tage steigen. Die Einbußen bei der Getreideernte werden sich auf 10% belaufen, bei der Viehzucht auf 20%. Die Desertifikation wird um 18% steigen und etwa 40% der Biodiversität werden verloren gehen. 

Um so wichtiger ist es, die Menschen auf ein nachhaltiges Wirtschaften, einen nachhaltigen Anbau sowie den Schutz der Ressourcen vorzubereiten. Die Organisation „Soil for Life“ in Südafrika hat bereits gute Erfahrungen mit einem nachhaltigen Wassermanagement, dem Anlegen von Biogärten und dem herstellen von Biokompost in einer sehr trockenen Region gemacht. Wir planen, mit diesem Partner zusammenzuarbeiten und ein nachhaltiges Wassermanagement im Lerngarten zu installieren. Es sollen zudem Netzwerke mit Farmern der Region initiiert werden, die einen Ideentransfer und den Austausch über  gute Beispiele  ermöglichen. 

Es sollen Workshops angeboten werden, die Wissen über das Anlegen von Selbstversorgergärten (Beschaffenheit des Bodens, Wassermanagement, Auswahl der Obst- und Gemüsesorten, Weiterverarbeitung der Erträge) sowie das Herstellen von Biokompost vermitteln. 

Ergänzend ist ein Bienenprojekt geplant: Kleine Schulungen durch einen Imker sollen der lokalen Bevölkerung die Möglichkeit geben, ihren eigenen Honig zu produzieren.

Beteiligt an diesem Projekt sind drei umliegende Dörfer in der Nähe von Omatjete. Bereits 14 Haushalte haben zugesagt, uns beim Bau des Gartens ehrenamtlich zu unterstützen. SchülerInnen und Schüler sind bereits jetzt mit uns in Kontakt und kommen uns einmal die Woche besuchen um zu schauen, wie es ihren Pflanzen geht, die sie selbst bereits eingepflanzt haben.

  • Warum dieser Garten?

    Der Garten soll zum einen als Lernort für die Kinder des Dorfes fungieren, zum anderen soll er aber auch für Workshops genutzt werden, die den lokalen Farmern angeboten werden. Des Weiteren verbinden wir traditionelle Pflanzen der Herero mit dem Prinzip Permakultur sowie Agroforestery. Wir binden die SDGs sowie Nachhaltigkeit in diese Workshops mit ein. Uns geht es darum, den Menschen in der Region zu ermöglich, sich selbst zu versorgen, auch wenn nur wenig Platz zur Verfügung steht. Der Lockdown hat gezeigt, wie sehr wir alle hier in Namibia von den Importen aus Südafrika abhängig sind. Zur Grenzschließung war es nicht möglich, Obst und Gemüse zu erschwinglichen Preisen einzukaufen. Hinzu kam, dass durch die Grenzschließung auch nach wenigen Tagen kein Obst und Gemüse mehr zur Verfügung stand. Die Meisten Menschen in Namibia leben von der sogenannten Combo. Dies sind: Zucker5kg, Maismehl 15kg,, Nudeln3kg, Reis 10kg sowie Öl 2l. Diese Combo liegt bereits bei 500Nam$, im Durchschnitt haben die meisten Menschen 1.500Nam$ im Monat zur Verfügung.  Die Ernte des Gartens soll in den Dörfern verteilt werden, an Familien, die uns ehrenamtlich unterstützen. 

     

    Der Garten soll sich nach dem Aufbau durch ein Hühner Projekt selbst finanzieren. Der Grundstock an Tieren ist bereits vorhanden. Durch das Ausbrüten der Eier stehen dann Hühner zur Verfügung, die verkauft werden können. Gleichzeitig sorgt die Aufstockung des Grundstocks dafür, dass man die Hühner in zwei Gruppen aufteilen kann, damit auch unbefruchtete Eier zur Ernährung zur Verfügung stehen. Die Einnamen fließen dann zurück in die Projekte des Vereins zum Erhalt des Gartens. Gleichzeitig werden der Dorfgemeinschaft Hühner kostenfrei zur Verfügung gestellt, damit diese ihr eigenes Hühner Projekt starten können. 

     

    Die Workshops sollen kostenfrei angeboten werden, denn es geht darum, Ernährungssicherheit im Land zu stärken und nicht darum, sich persönlich zu bereichern.

     

  • Was brauchen wir zur Umsetzung?

    Um den Garten mit einem Zaun zu sichern, eine Wasserversorgung zu gewährleisten sowie etwas Strom (Solar)  für die Wasserpumpe und den Inkubator für die Hühnereier, benötigt es 11.000€. Nach dieser Finanzierung wird sich das Projekt selbst tragen. 

    Eine Spende ist möglich über das Vereinskonto Förderkreis FaireKITA e.v., die Spenden werden direkt und ohne Abzüge an uns weitergeleitet. Im Verwendungszweck bitte unbedingt Sustainable House Namibia angeben.